Passende Anlage finden:

Was ist bei der Auswahl einer Osmoseanlage oder einer Umkehrosmoseanlage wichtig?

PH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Härte,… In der Industrie gibt es sehr viele Parameter, die Sie berücksichtigen müssen. Das städtische Trinkwasser kann oftmals die benötigten Eigenschaften vieler in der Industrie verwendeter Maschinen nicht hervorbringen und muss aufbereitet werden.

Ein wichtiger Parameter bei den technischen Angaben ist die Ausbeute. Sie gibt an, wieviel Abwasser bei einer bestimmten Menge an erzeugtem Permeat anfällt. Eine hohe Ausbeute ist jedoch unter Umständen mit verkürzten Standzeiten der Umkehrosmose Membran verbunden. Bei Umkehrosmoseanlagen für die Industrie ein entscheidender Faktor, der in der Auslegung berücksichtigt werden muss.

Warum eine Osmoseanlage bzw. Umkehrosmoseanlage ?

Warum benötigen Sie eine Osmoseanlage bzw. Umkehrosmoseanlage? Osmoseanlagen bzw. Umkehrosmoseanlagen haben unzählige Anwendungsbereiche und in der Industrie eine große Bedeutung. Salze, Kalk, Chlor und weitere Stoffe stören Industrieprozesse und können Maschinen und Produkte beschädigen. Aber auch im privaten Bereich für die Wasseraufbereitung sind diese Anlagen wichtig.

Welche Stoffe werden durch die Umkehrosmose entfernt?

Die Umkehrosmose ist ein Verfahren, dass ein nahezu 100% reines Trinkwasser produziert. Die Umkehrosmose entfernt neben Salz, Kalk und Chlor auch Uran, Nitrat, Nitrit, Keime und Bakterien aus dem Wasser. Für größere Anlagen in einer Produktion muss Wasser den richtigen pH-Wert, Leitfähigkeit und Härte haben.  Destilliertes Wasser hat beispielsweise einen sehr niedrigen Wert. Hartes Wasser, das neben Kalzium und Magnesium auch Nitrat-, Chlorid- und Sulfationen in höherer Konzentration enthält, weist dem gegenüber einem hohen Wert auf.

Unterschied zwischen Osmose und Umkehrosmose

Der Osmosevorgang:

Die einseitige Diffusion eines Stoffes – in der Regel Wasser – durch eine semipermeable Membran nennt man Osmose. Es geht um den Ausgleich durch eine halbdurchlässige (semipermeable) Membran, die als Sieb fungiert. Im Grunde lässt sie Wasser immer durch, jedoch Schadstoffe oder Bakterien nicht. Diese Trennung von Flüssigkeiten findet bei der Osmose in einem gleichen molekularen Verhältnis statt.

Wie entsteht das Osmose Wasser? Im Grunde ist dies ein Wasser, welches durch die Umkehrosmose entstanden ist. Damit man also weiß, was Osmose Wasser ist, müssen wir zuerst die Umkehrosmose erklären:

Der Umkehrosmosenvorgang:

Umkehrosmoseanlagen arbeiten so, indem der Druck auf der einen Seite der Membran höher ist, als der auf der anderen Seite. Mit diesem Druckunterschied wird erreicht, dass sich das verschmutze Wasser nur in die eine Richtung der Membran ablagert. Somit spricht man hier von einer Umkehrosmose.

Die verschmutze Lösung auf der einen Seite der Membran steigt stetig an. Damit das System nicht zum Stillstand kommt benötigen man einen Abfluss. Deswegen wird bei einer Osmoseanlage die Seite mit der Verschmutzung abgeleitet und abgeführt. Somit landet letztendlich das konzentrierte Abwasser, welches besonders viele Moleküle in sich trägt im Abfluss.

Wie funktioniert eine Osmoseanlage?

Die Umkehrosmose arbeitet mit dem Wasserleitungsdruck. Dieser muss mindestens 3 bar betragen. Ist der Leitungsdruck niedriger, ist der Einsatz einer Druckpumpe erforderlich. Diese kann den fehlenden Druck ersetzen und sorgt somit für eine perfekte Produktion des Osmosewassers. Je höher der Druck aus der Wasserleitung, desto besser funktioniert die Umkehrosmoseanlage.

Umkehrosmoseanlagen für die Industrie müssen natürlich weitere Voraussetzungen erfüllen. Diese kompakten und energieeffizienten Umkehrosmoseanlagen werden in verschiedenen Ausführungen unterschiedlicher Tagesleistungen (in Literangaben) angeboten.

Osmoseanlagen mit oder ohne Tank

Bei der Auswahl von Osmoseanlagen gibt es einige Systeme, die ohne Tank betrieben werden und das Wasser filtern. Diese Membrane sind um einiges teurer und müssen mit hohem Druck betreiben werden. Deshalb verfügen viele Umkehrosmose-Systeme über einen Vorratstank. Dieser speichert eine gewisse Menge an reinem Osmosewasser, das bei Bedarf zur Verfügung steht.

Osmoseanlage oder Umkehrosmoseanlage mit oder ohne Tank

Osmoseanlagen mit automatischer Spülung oder mechanische Spülung

Bei besseren Osmoseanlagen ist es möglich zeitgesteuert eine Spülung der Membran vorzunehmen. Somit ist das System immer betriebsbereit. Die Osmoseanlage bleibt frei von Ablagerungen und hält somit auch recht lange. Andere Anlagen müssen manuell gespült werden. Dazu wird meist ein Hahn montiert, welchen man je nach Wasserhärte in gewissen Abständen aufmachen muss, um die Membran händisch zu spülen.

automatische oder manuelle Spülung bei Osmoseanlagen oder Umkehrosmoseanlagen

Passende Anlage finden

Umkehrosmoseanlage für die Industrie

Osmoseanlagen haben viele Anwendungsgebiete: Pharmaindustrie, Gastronomie, Krankenhäuser, Brauereien, Wasserwerke oder Lebensmittelindustrie sind einige Beispiele dafür.

Für Trinkwasseranlagen werden zwischen 10 und 15 bar benötigt. Bei der Meerwasserentsalzung zum Beispiel sind es bis zu 80 bar, um ein fast salzfreies Wasser zu erreichen.

Vorteile einer Osmoseanlage bzw. Umkehrosmoseanlage:

Die Umkehrosmose ist sehr effektiv bei der Behandlung von Brunnenwasser, Leitungswasser und Meerwasser für kleine und große Anwendungen.

Trinkwasser kann oftmals die Spezifikationen für industrielle Prozesse nicht erfüllen. Um diese Anforderungen zu erfüllen muss das Wasser vor Beginn des Industrieprozesses behandelt werden, um die benötigte Qualität und Eigenschaften zu gewährleisten.

Denn Wasser mit pH-Werten im sauren Bereich und erhöhtem Kohlensäuregehalt zeigen eine erhöhte Aggressivität gegenüber metallischen Stoffen.

Oft wird salzarmes Wasser benötigt: zum Beispiel für die Reinigung hochwertiger Oberflächen, für den Einsatz in Labors oder den Betrieb von Reinigungsgeräten. Wäre das Wasser zu salzhaltig, würde es schnell zu Verkalkungen von technischen Geräten führen.

Unser Trinkwasser wird täglichen Kontrollen unterzogen, ob enthaltene Schadstoffe gesetzlich vorgegebene Grenzwerte nicht überschreiten. Trotzdem wurden schon häufig von außerstaatlichen Laboren belastende Stoffe analysiert. Das bedeutet, dass viele unerwünschte Fremdstoffe, wie z.B. Hormone oder Medikamentenrückstände bei den Untersuchungen nicht berücksichtigt werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Umkehrosmose